Am Donnerstag, dem 28. Mai 2026, fand am Schwarzlsee bei Unterpremstätten eine groß angelegte Bereichswasserdienstübung der Wasserdienststaffel 4 statt. An der Übung nahmen Einsatzkräfte der Bereichsfeuerwehrverbände Graz-Umgebung, Voitsberg und Deutschlandsberg teil.
Mit einem Aufgebot von zahlreichen Einsatzkräften, vier Booten, 19 Tauchern sowie umfangreicher technischer Ausrüstung galt es, zwei identische Einsatzszenarien parallel zu bewältigen.
In beiden Übungsannahmen wurden Badegäste zu Zeugen eines Badeunfalls und setzten über den Notruf die Rettungskette in Gang. Die zuerst eintreffende Feuerwehr Unterpremstätten übernahm die Einsatzleitung, nahm Zeugenaussagen auf und
definierte gemeinsam mit dem Einsatzleiter des Wasserdienstes die jeweiligen Suchgebiete.
Diese wurden in weiterer Folge präzise eingegrenzt und mittels Drohne koordiniert. Die markierten Bereiche konnten anschließend von den Schiffsführern mit Bojen exakt gekennzeichnet werden, wodurch eine optimale Orientierung für die eingesetzten Kräfte am Wasser gewährleistet war.
Für die Suche kamen unter anderem Jetboote zum Einsatz, die mit sogenannten Schleppstangen ausgerüstet wurden. In diesen Sucheinheiten wurden jeweils mehrere Taucher knapp über dem Seegrund durch das Suchgebiet gezogen, um eine möglichst lückenlose und flächendeckende Suche sicherzustellen.
Den einzelnen Einsatzabschnitten wurden jeweils Boote, Taucher, sowie die entsprechenden Führungskräfte zugeteilt. Dank des koordinierten Vorgehens konnten die vorbereiteten Übungsgegenstände rasch lokalisiert werden.
Ein wesentlicher Fokus der Übung lag auf dem Aufbau und der Arbeit der Stabsstellen, sowie der Koordination mehrerer parallellaufender Einsatzlagen. Unterstützt wurde die Einsatzleitung durch das Einsatzleitfahrzeug (ELF), moderne Drohnentechnik sowie
durch die enge Zusammenarbeit aller eingesetzten Fachbereiche.
Auch der Einsatz moderner Ausrüstung, wie Scooter und Vollgesichtsmasken mit leinengebundener Sprechverbindung, zeigte den hohen technischen Standard des Wasserdienstes.
Nach rund 3,5 Stunden konnte die Übung erfolgreich abgeschlossen werden. Neben den Kräften im Wasser standen auch an Land zahlreiche Unterstützungseinheiten bereit, um den hohen logistischen Aufwand eines solchen Einsatzes zu bewältigen.
Im Anschluss fand im Feuerwehrhaus Unterpremstätten eine ausführliche Nachbesprechung statt, bei der Erfahrungen ausgetauscht und
Verbesserungsmöglichkeiten diskutiert wurden.
Die Übung unterstrich eindrucksvoll die hohe Einsatzbereitschaft, die professionelle Zusammenarbeit, sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Wasserdienstes im Bereich.
Eingesetzte Kräfte:
Ø 56 Personen aus den verschiedenen Wehren
Ø ELF des BFV GU mit voller Besatzung
Ø Drohne mit Piloten
Ø 4 Boote der Feuerwehren Gössendorf, Thondorf, Frohnleiten und Feldkirchen
Ø 12 Taucher aus Graz Umgebung
Ø 5 Taucher aus Deutschlandsberg
Ø 2 Taucher aus Voitsberg
Ø zusätzliche weitere Feuerwehrfahrzeuge, die für logistische Zwecke benötigt wurden
Ein Dankeschön ergeht an alle mitwirkenden Personen und an die Leutgeb Entertainment Group, für die zur Verfügung stellen des Areals, während des Badebetriebes.
Bericht und Bilder BI d.F. Peter Kern